5.10.2014 Eisenach - Mechterstädt






Auf dem Radweg aus der Stadt hinaus über Wutha Richtung Hörselberge und Mechterstädt. Eisenach hatte mich aufgewühlt. Die Leute sind sehr freundlich, wenn ich nach dem Weg frage. Radfahrer sind unterwegs. Freu mich auf Wanderwege im Wald. Steiler Anstieg auf den kleinen Hörselberg und dann ein Kammweg mit wunderschöner Aussicht. Ich habe vergessen, meine Wasserflasche aufzufüllen. Es ist diesig, aber den Inselsberg kann man vom großen Hörselsberg aus erkennen. Die Wirtin im Gasthof rät mir, in den Stern in Mechterstädt zu gehen, weil dort viele Leute sind. Heute ist das nicht so. Die meisten sind mit den Reisebussen mit zum Ausflug nach Rom gefahren. In der Pilgerunterkunft benötigt man einen Schein.
Inguld und Matthias nehmen mich herzlich auf. Ein Zimmer ist frei, weil der Sohn jetzt in München lebt. Die Tochter hat sich mit ihrem Mann im Ort nah bei der Familie ein Haus gebaut. Wenn Kinder kommen, ist die Oma nicht weit. Inguld hat nach der Wende umgeschult auf Zahntechnikerin. Ihren erlernten Beruf als Schmuckgürtlerin gab es nicht mehr. Am 9.11.89 als die Nachricht von der Grenzöffnung im Fernsehen kam, lagen die Kinder schon im Bett. Sollten sie auch direkt los? Hin und hergerissen. Man konnte es nicht glauben. Morgens am Bus wurden schon erste Geschichten von nächtlichen Abenteuern erzählt. Das Paradies haben sie auf ihrer Terrasse neben der Hörsel. Ab und zu kommt der Eisvogel.